Mögliche Einsparungen durch den Aquacirkel

Permanent laufende Zirkulationspumpen verursachen folgende Kosten, welche von Ihnen zwar meist nicht bewußt wahrgenommen, so aber doch bezahlt werden müssen:

1. Die Betriebskosten der Pumpe: z.B. 24 h Laufzeit einer Zirkulationspumpe, welche eine Leistungsaufnahme von ca. 30 W hat, verursachen Ihnen pro Jahr bei einem aktuellen kWh-Preis von 0,23 Euro: 24 h/d x 365 d/a x 30 W = 262,8 kWh/a x 0,23 Euro/kWh= 60,44 Euro/a Stromkosten.

2. Durch die ständig laufende Zirkulationspumpe betreiben Sie einen "ungewollten", permanent heizenden Leitungsstrang in Ihrem Haus; im Sommer ebenso wie im Winter. Dieser seine Wärme an die Umgebung abgebende "Heizkreis" wird aus Ihrem Brauchwasserspeicher versorgt. Sie kühlen also durch die Zirkulationsleitung je nach Isolierstandard Ihren Brauchwasserspeicher runter, obwohl ggf. niemand Brauchwasser entnimmt. Fällt die Temperatur des Brauchwasserspeichers unter einen bestimmten Wert, so startet Ihr Heizkessel und wärmt den Brauchwasserspeicher wieder auf seinen Sollwert (z.B. 60 Grad) auf. Eine durchaus reale Leitungsverlustgröße dafür ist 1300 kWh/a (22-er Warmwasser-/15-er Zirkulationsleitung, guter Dämmstandard, 20 m Leitungslänge); bei einem Preis von 0,065 Euro/kWh (Erdgas) bezahlen Sie dafür jährlich 84,50 Euro. Je schlechter Ihre Leitungen gedämmt sind, umso höher wird dieser Wert.

3. Da die Kesselgröße meist durch den Heizwärmebedarf im Winter (Dimensionierungstemperatur für unsere Breiten Minus 16 Grad außen) bestimmt ist, und für "den Speicher auf Temparatur halten"meist nur kurze Heizkessellaufzeiten erforderlich sind, taktet ggf. Ihr Heizkessel, was für diesen wiederum nicht so optimal ist, da es immer eine gewisse Zeit dauert, bis der Kessel im optimalen Wirkungsgradbereich arbeitet. Vergleichbar ist das mit Ihrem Auto, welches bei Stau bzw. "Stopp and Go" auch die höchsten Verbräuche "produziert".

4. Die Lebensdauer Ihrer Anlagenkomponeten (hier vorrangig die Zirkulationspumpe) wird durch den ständigen Betrieb unnötig verkürzt. Wenn davon ausgegangen werden kann, daß pro Mitglied Ihrer Familie ca. 7 x pro Tag Warmwasser abgefordert wird, würde bei Einsatz eines AQUACIRKEL im Beispielfall eine Pumpenlaufzeit von ca. 7 x 1 Minute (im EFH/ZFH) x Familienmitglieder (z.B. bei 4) = 28 Minuten effektive Zirkulationspumpenlaufzeit erforderlich sein, dies ist doch bereits eine erhebliche Verlängerung der Zirkulationspumpenlebensdauer. Positive Effekte gibt es aber auch für Ihren Heizkessel incl. der Brauchwasserladepumpe. Auch deren Einsatzhäufigkeit sinkt mit den von Ihnen eingesparten kWh, wie in Punkt 2 bereits erläutert.

5. In Mehrfamilienhäusern oder anderen Gebäuden mit weitläufigen Warmwassernetzen lagen teilweise die Zirkulationsverluste höher als der Energieverbrauch zur Erwärmung des benötigten Warmwassers. (Quelle: Langzeiterfahrung Solarthermie, S. 368 ff.) !!!

6. Auch Solaranlagenbesitzer, die erfahrungsgemäß Ihre Heizungsanlage und dort insbesondere Ihren Brauchwasser- bzw. Solarspeicher etwas genauer beobachten, konnten ohne den Einsatz eines AQUACIRKEL bei Vorhandensein einer Zirkulationsleitung den Effekt des "Speicherleerziehens" besonders gut beobachten, da die Regelungen oft die automatische Nachladung durch den Kessel während der Sonnenscheinzeit außer Betrieb setzen. So konnte es passieren, daß die Solaranlage gerade mal die Zirkulationsverluste deckte. Und dieser Anlagenzustand ist wahrlich nicht sehr ermutigend und vor allem auch überhaupt nicht notwendig.

7. Rechnen wir also zusammen: Wir sind mal ganz skeptisch und nehmen an, daß die Zirkulationspumpe tatsächlich nicht nur 28 Minuten, sondern eine Stunde läuft (das rechnet sich besser), dann sparen wir bereits 57,92 Euro im ersten Jahr durch verringerten Stromverbrauch (vgl. Pkt.1) und 80,98 Euro durch verminderte Erdgaskosten (vgl. Pkt.2). Das macht nach Adam Riese 138,90 Euro EINSPARUNG pro Jahr!.

Die Lebensdauer Ihrer Zirkulationspumpe müßte rein rechnerisch um das 23-fache steigen. Ganz sicher werden Sie erheblich später die ca. 120 Euro für eine neue Zirkulationspumpe zzgl. deren Einbaukosten bezahlen müssen. Bei dem ohnehin niedrigen Anschaffungspreis hat sich der AQUACIRKEL deshalb oft bereits innerhalb eines einzigen Betriebsjahres bezahlt gemacht.

____________________________

Wohlwollende Rechnung

Bei der oben aufgeführten Rechnung sind wir von einem guten Dämmstandard der Rohrleitungen und des Hauses ausgegangen, dem Standard, wie er seit 1996 Pflicht ist . Die Wahrheit sieht aber leider viel dramatischer aus, da die meisten Häuser diesen Standard nicht annähernd erfüllen. Ein Institut des Landes Hessen hat in einer Zweijahres-Studie gezeigt, daß beim 24-Stundenbetrieb der Zirkulationspumpe durchschnittlich bis zu 400 Euro verschwendet wurden! Beim 12-Stundenbetrieb waren es immerhin noch 220 Euro! In diesen Zahlen sind die Betriebskosten und die riesigen Energieverluste enthalten.

Alternative Zeitschaltuhr?

Nein, die Zeitschaltuhr stellt aus verschiedenen Gründen keine gute Lösung dar. Nehmen wir einmal an, daß Sie morgens in der Zeit von 6.00Uhr - 7.00 Uhr warmes Wasser brauchen. Wenn Sie und alle Familienmitglieder den ganzen Tag außer Haus sind, so ist dies im Bezug auf die Zirkulationsregelung noch eine halbwegs passable Lösung. Spätestens am Nachmittag, sagen wir mal ab 16.30 Uhr brauchen Sie wieder warmes Wasser und das in sporadischen Abständen bis Sie zu Bett gehen, vielleicht um 22.30 Uhr. Während dieser Zeitspanne wissen Sie aber nicht genau wann Sie warmes Wasser brauchen. Also lassen Sie die Zeitschaltuhr für den besagten Zeitraum durchlaufen. Rechnen wir also zusammen: Eine Stunde am Morgen plus fünfeinhalb Stunden am Nachmittag und Abend, macht summa summarum sechseinhalb Stunden, multipliziert mit 365 Tagen ergibt eine nicht akzeptable Laufzeit von sage und schreibe 2372 Stunden.

Diese Nullösung würde ohnehin nur funktionieren, wenn am Tage niemand zuhause ist. Eine weitere Crux dieser Variante ist das Wochenende; hier müsste die Zeitschaltuhr ja durchlaufen. Wenn Sie am Wochenende um 8.00 Uhr aufstehen sieht die Rechnung noch wie folgt aus: Laufzeit von 8.00 Uhr bis 16.30, die anderen Stunden bis zur Bettzeit sind ja schon in der obigen Rechnung enthalten, macht achteinhalb Stunden mal zwei Wochenendtage, mal zweiundfünfzig Wochen, gleich zusätzlich 884 Stunden. Zu den 884 Stunden addieren wir jetzt die 2372 Stunden von oben und erhalten 3256 Stunden. Vom Komfort den eine Lösung mit Zeitschaltuhr hat, wollen wir erst gar nicht reden. In dem Moment, wo jemand den ganzen Tag zuhause ist, oder wo am Mittag jemand nach Hause kommt entfällt die Möglichkeit der Zeituhrsteuerung sowieso.