Spruch der Woche

 

             
 

Wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit gesehen hat, dem besorgt er laufend neue!

 

Carl Ludwig Schleich

 

 

             
 
 

 

"Ein Kapitalstock in den Händen der Politik, das ist so, wie wenn Sie ihrem Hund zwei Knochen hinwerfen und sagen: Einer ist aber für morgen!"

Bernd Raffelhüschen (deutscher Finanzwissenschaftler)

 

 

   
 
             

             
 
 

 

"Erfolgreiches Leben ist eine Reise zur Einfachheit und ein Triumph über Unordung und Verwirrung" Martin E. Marty

"Die moderne Kultur setzt Einfachheit fälschlicherweise mit Entbehrung gleich und strebt danach, Leben und Denken mit Objekten, Informationen und Zerstreuungen anzufüllen (...) Wenn wir wirklich wissen wollen, wie viele Requisiten wir durch unser Leben schleppen, brauchen wir uns nur zu fragen, was uns wirklich fehlen würde, wenn wir plötzlich in eine andere Zeit und an einen anderen Ort versetzt würden." Jack Kornfield

   
 
             

 

             
 
 

 

"Qualität und Zuverlässigkeit sind die Goldwährung von heute und morgen"

 

(Autor/in unbekannt)

   
 
             

 

 

             
 
 

 

"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, daß sich etwas ändert."

 

(Albert Einstein)

   
 
             

 

             
 
 

 

Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.

(Antoine de Saint-Exupery)

 

   
 
             

 

             
 
 

 

Jeder Mensch hat die Chance, mindestens einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst!

(Paul Anton de Lagarde)

 

   
 
             

 

Das Wesen der Regierung...

 

             
 
 

Jede Regierung ist ihrem Wesen nach eine Verschwörung gegen das überlegene Einzelwesen; sie legt es dauernd darauf an, das Individuum zu unterdrücken und es zum Krüppel zu machen. Wenn die Regierung aristokratisch organisiert ist, versucht sie, die per Gesetz Überlegenen gegen die tatsächlich Überlegenen zu schützen; in einem demokratischen Staat versucht sie, die in jeder Hinsicht Unterlegenen gegen alle beide Überlegenheitstypen zu schützen. Eine ihrer wichtigsten Funktionen ist es, die Menschen mit Gewalt zu kontrollieren, sie einander so ähnlich wie möglich zu machen (und so abhängig wie möglich), sowie jede Form von Originalität aufzuspüren und zu unterdrücken. Die Regierung sieht in jeder originellen Idee immer nur die potentielle Veränderung, das heißt eine Bedrohung der eigenen Vorrechte.
Der gefährlichste Mensch für jede Regierung ist derjenige, der sich seine eigenen Gedanken macht - ohne Rücksicht auf die herrschenden Tabus und Normen. Ein solcher Mensch wird unweigerlich zu der Schlußfolgerung kommen, daß der Staat, in dem er lebt, unehrlich, schwachsinnig und unerträglich ist; wenn er romantisch veranlagt ist, wird er versuchen, diesen Zustand zu ändern. Aber auch, wenn er selber nicht romantisch ist, wird er doch Unzufriedenheit unter denen verbreiten, die es sind.
Es gibt so gut wie keine Anhaltspunkte dafür, daß eine neue Regierung in irgendeiner Hinsicht besser als die alte wäre. Im Gegenteil: alle historischen Beispiele weisen in die andere Richtung. Politische Revolutionen bewirken selten wirklich Wertvolles; ihre einzige unbezweifelbare Wirkung besteht darin, daß sie die eine Diebesbande gegen die andere austauschen. Nach einer Revolution versuchen die erfolgreichen Revolutionäre natürlich immer, die Zweifler davon zu überzeugen, daß sie Großes erreicht haben - in der Regel erhängen sie alle, die daran zweifeln. Aber damit haben sie den Beweis für ihre Behauptung noch nicht angetreten. In Rußland wurde dem Volk jahrelang eingebläut, daß die Abschaffung des Zaren alle Menschen reich und glücklich machen werde; jetzt, wo sie den Zaren los sind, sind die Menschen ärmer und unglücklicher als je zuvor. Selbst die amerikanischen Kolonien haben von ihrer Revolution im Jahre 1776 wenig gehabt. Noch 25 Jahre später waren sie als freie Staaten in einem schlimmeren Zustand, als sie es je als Kolonien gewesen wären: die Regierung erwies sich als teurer, unfähiger, verlogener und tyrannischer. Nur der allmählich wachsende Wohlstand des Landes bewahrte die Menschen vor Hunger und Katastrophen; dieser Wohlstand hatte jedoch nichts mit den Verdiensten der neuen Regierung zu tun, sondern war allein dem Reichtum der Natur zu verdanken. Unter britischer Knechtschaft hätte es sich gewiß ebensogut gelebt, vermutlich sogar besser.
Die ideale Regierung in den Entwürfen aller klugen Männer seit Aristoteles läßt das Individuum in Ruhe - es ist eine Form der Regierung, die kaum noch Anspruch auf diese Bezeichnung hat.
Dieser Idealzustand wird, so glaube ich, in unserer Welt erst in 20 oder 30 Jahrhunderten erreicht sein, wenn ich mich aus diesem irdischen Jammertal längst verabschiedet und meine öffentlichen Verpflichtungen in der Hölle übernommen haben werde.


von Henry Louis Mencken, verfaßt bereits 1919...